{"id":1265,"date":"2025-03-14T19:27:57","date_gmt":"2025-03-14T18:27:57","guid":{"rendered":"https:\/\/itinfo.shsbl.de\/?p=1265"},"modified":"2025-03-14T19:27:57","modified_gmt":"2025-03-14T18:27:57","slug":"was-war-denn-da-los","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/itinfo.shsbl.de\/?p=1265","title":{"rendered":"Was war denn da los?"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 12. und 13. Februar haben mein Kollege und ich in der Marienschule das neue WLAN aktiviert. Dieses basiert auf der neuen Netzstruktur, die im Zuge des Digitalpaktes verlegt wurde. Die Voraussetzungen hierf\u00fcr hatte ich in den letzten Monaten schon geschaffen, so dass mein Kollege und ich die beiden Tage genutzt haben, um m\u00f6glichst alle relevanten Dinge auf einmal umzustellen.<br>Der Mittwoch war dann als Einkehrtag ganz gut geeignet, um das neue WLAN auszuprobieren. Dabei zeigte sich, eigentlich wenig \u00fcberraschend, dass alles lief. Die Drucker konnten aus dem neuen WLAN genutzt werden, die AirServer konnten aus dem WLAN angesprochen werden und die Anmeldung mit den pers\u00f6nlichen Zugangsdaten funktionierte auch. Ebenso nat\u00fcrlich auch die Sperre f\u00fcr diejenigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die nicht \u00fcber das WLAN in das Internet d\u00fcrfen.<br>Da das System, welches ich in den letzten zwei Jahren entwickelt und konstruiert habe, bereits in einigen der anderen Schulen eingef\u00fchrt wurde und dort auch stabil l\u00e4uft, war das Funktionieren als solches eher nicht verwunderlich. Anders als fr\u00fcher, werden alle unsere Schulen mit einem einheitlichen System ausgestattet. Dabei sind die Schulen mit einer minimalen IT ausger\u00fcstet und eng verzahnt mit unserem Data Center und den dortigen Cloud Systemen. Dies tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, dass die Administration der IT nun nicht an den Lehrkr\u00e4ften h\u00e4ngen bleibt und diese wertvolle Unterrichtszeit dadurch verlieren. Vielmehr ist das Ziel, wenn denn alles vollst\u00e4ndig umgestellt ist, dass die IT von den IT-Verantwortlichen der Schulgesellschaft administriert und gewartet wird. Derzeit sind wir zu zweit, erwarten aber noch die Einstellung eines dritten Kollegen. Damit w\u00e4ren wir dann ganz gut ger\u00fcstet und k\u00f6nnten schnell und unkompliziert alle auftretenden Probleme l\u00f6sen.<br>Das ist derzeit aber noch ein wenig Zukunftsmusik, da ja der dritte Kollege oder die dritte Kollegin geplant, aber noch nicht in Sicht ist. Zudem bin ich noch sehr, sehr stark damit besch\u00e4ftigt, die neuen Strukturen an all unseren hessischen Schulen zu etablieren. Erst wenn dies einmal abgeschlossen ist, kommen die Vorteile zur Geltung. Wir sind auf einem guten Weg dorthin.<br>Aber zur\u00fcck zu dem eigentlichen Thema, das WLAN in der Marienschule. Alles lief also ganz gut an und ich war recht zufrieden. Hatte sich der intensive Zeiteinsatz \u00fcber Fasching doch gelohnt. Dass es Anfangs immer mal Probleme gibt, das ist selbstverst\u00e4ndlich. Mal klappt die Anmeldung nicht so richtig, mal ist die neue Verbindung zum Drucker noch nicht etabliert und mal sind es ungewohnte Nutzungsvarianten, die einem das Leben schwer machen. Aber das sind Kleinigkeiten, die sich nach der Umgew\u00f6hnungsphase der Nutzerinnen und Nutzer schnell erledigen.<br>In der Marienschule trat nun aber Anfang dieser Woche eine ganz h\u00e4ssliche Sache auf. Pl\u00f6tzlich ging in dem neuen Netz fast nichts mehr. Die Performance war grottenschlecht, die AirServer waren nicht mehr sichtbar und auch das Ausdrucken \u00fcber das neue Netz ging nicht. Am Montag h\u00f6rte ich von der Katastrophe und es war schnell klar, dass hier ein systemischer Fehler vorlag. An dem System selbst aber konnte es nicht liegen, das war ja bereits in anderen Schulen getestet und hat keine Abweichungen in der Marienschule. Also blieben nicht viele M\u00f6glichkeiten. Da ich selbst mit dem Aufbau des Netzwerkes im Neubau der Ketteler LaRoche Schule terminlich fest eingebunden war, konnte ich nicht direkt nach Limburg kommen.<br>Aber es war fast sonnenklar, dass durch irgendeine Unachtsamkeit das alte Netz mit dem neuen Netz verbunden wurde. Da sich dort zwei Welten treffen und das neue Netz wesentlich komplexer und sicherheitstechnisch wesentlich weiterentwickelt ist, kam es hier zu einer solch massiven St\u00f6rung. Man kann sich dies anschaulich wie einen Kurzschluss vorstellen, der da kreiert wurde. Das war bis zu diesem Zeitpunkt aber nur ein Verdacht.<br>Da der Fehler aber so massiv war, habe ich mich am Dienstag kurzfristig in Oberursel ausgeklinkt und bin nach Limburg gefahren. Viel Zeit hatte ich nicht, daher konnte ich nur schnell den Netzabschnitt lokalisieren, der f\u00fcr den Fehler verantwortlich war und diesen Abschnitt abschalten. Die betraf einen Teil der R\u00e4ume im 2.und 3. Stockwerk. Damit h\u00e4tten alle anderen Abschnitte problemlos wieder genutzt werden k\u00f6nnen, jedoch waren zu diesem Zeitpunkt schnell wieder alle auf das alte Netz, welches ja noch f\u00fcr eine Zeit aktiv bleibt, gewechselt. Das war schade. Der eigentliche Fehler war noch nicht lokalisiert, nur der Abschnitt im Netz erkannt.<br>Nun wollte ich ungern eine solch gro\u00dfen Abschnitt au\u00dfer Betrieb lassen und bin am Mittwoch, ebenfalls wieder mit wenig Zeit nach Limburg gekommen und habe am Nachmittag den eigentlichen Fehler gesucht und gefunden. In einem der R\u00e4ume hatte tats\u00e4chlich jemand das lose Ende eines sonst unbekannten Netzkabels einfach mal in einen Netzstecker gesteckt. Das genau war der besagte Kurzschluss. War das Kabel aus dem alten Netz eingesteckt, fuhr das neue Netz seine Dienste herunter. Kaum war der Stecker wieder drau\u00dfen, fuhr das neue Netz alle seine Dienste wieder hoch.<br>Soweit w\u00e4re alles super gut gewesen. Fehler erkannt, behoben und das neue Netz h\u00e4tte wieder voll und ganz seinen Dienst aufnehmen k\u00f6nnen. Hatte noch schnell getestet, Drucker funktionierten einwandfrei, alles gut. H\u00e4tte sich da nur nicht in meiner Hektik und sicherlich auch in meinem \u00c4rger \u00fcber dieses Missgeschick der Fehlerteufel eingeschlichen. Am Donnerstag erreichte mich dann die Nachricht, dass einige AirServer noch immer nicht ansprechbar w\u00e4ren. Da ich am Donnerstag partout nicht wegkonnte, kam ich heute, am Freitag noch einmal nach Limburg. Derweil fiel mir ein, dass ich den Switch im fehlerhaften Segment zur\u00fcckgesetzt hatte. Zwar hatte ich danach die Sicherung der Konfiguration wieder eingespielt, diese repr\u00e4sentierte aber leider nicht den aktuellen Stand. Das war die Ursache f\u00fcr die noch fehlenden AirServer. Ein echter Anf\u00e4ngerfehler. Zum einen h\u00e4tte ich eine aktuelle Sicherung haben sollen, zum anderen h\u00e4tte ich nat\u00fcrlich alles in Ruhe kontrollieren m\u00fcssen, dann w\u00e4re es mir aufgefallen.<br>Heute war ich dann wieder einmal in Limburg und habe die fehlende Konfiguration nachgeholt. Bis auf drei AirServer sind alle wieder da. Was mit den dreien ist, konnte ich nicht untersuchen, da in den entsprechenden R\u00e4umen Unterricht war. Werde ich am Sonntagmorgen erledigen, da sind alle R\u00e4ume frei.<br>Das also war los in dieser Woche. Der Grund, warum ich dies so ausf\u00fchrlich beschreibe ist einfach. Ohne dieses Wissen geht jeder und jede davon aus, dass das neue Netzwerk langsam, unzuverl\u00e4ssig und nahezu unbrauchbar ist. Das stimmt aber so nicht und ist lediglich der Eindruck von jemanden, der die eigentliche Ursache nicht erfahren hat. Daher m\u00f6chte ich hier Klarheit schaffen. Ich kann versichern, dass die neue Netzstruktur v\u00f6llig in Ordnung ist, sicher, zuverl\u00e4ssig und dass sie ein Ger\u00fcst f\u00fcr die Zukunft bildet. Das hat sich im Betrieb in den anderen Schulen gezeigt. Wie gesagt, ein wenig einr\u00fctteln m\u00fcssen sich neue Dinge immer und allzu schnell wird dann das Neue als Schuldiger ausgemacht. H\u00e4ufig sind aber andere Ursachen daf\u00fcr verantwortlich. Daher hier mein Pl\u00e4doyer: Nutzen Sie das neue Netz, testen und \u00fcben Sie damit und geben Sie mir umgehend und direkt Bescheid, wenn Dinge nicht funktionieren. Ich k\u00fcmmere mich gerne darum und stelle sicher, dass etwaige Probleme beseitigt werden. Und haben Sie ein wenig Nachsicht und Geduld, wenn noch nicht alles bis in die Haarspitze perfekt funktioniert. Wir haben mit hoffentlich zuk\u00fcnftigen 3 Mitarbeitern in der IT zwar ausreichend Administrationskapazit\u00e4t, der Neuaufbau von Grund auf in allen 5 Schulen ist aber eine Herkulesaufgabe, die quasi nebenher erledigt werden muss. Daher dauern Dinge manchmal etwas l\u00e4nger und jede Schule hat den Eindruck, dass Sie immer zum Schluss dran ist. Das ist nicht so, alle Schulen laufen parallel in unterschiedlichen Stufen der Umstellung.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Also, lassen Sie mich wissen, wenn es Probleme gibt. Diese zu l\u00f6sen ist mein Job, meine Aufgabe und meine Leidenschaft.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Peter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12. und 13. Februar haben mein Kollege und ich in der Marienschule das neue WLAN aktiviert. Dieses basiert auf der neuen Netzstruktur, die im Zuge des Digitalpaktes verlegt wurde. 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