Was ist der große Plan?

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrag zuletzt geändert am:29/12/2024
  • Beitrags-Kategorie:Allgemeine IT

Jedes Vorhaben sollte einem zuvor gemachten Plan folgen bzw. diesen im Laufe des Weges dynamisch anpassen. Auch unser Vorhaben zum Umbau der IT folgt einem solchen Plan. Die Schulgesellschaft hat sich seit langem Gedanken zur IT in den Schulen gemacht und antizipiert, dass deren Einsatz zukünftig stetig zunehmen wird. Damit war auch ein kritische Blick auf die entstehenden Aufwände sowohl im Arbeitsvolumen als auch in finanzieller Hinsicht verbunden. Daher suchte man einen Weg, wie man sich hierfür zukünftig aufstellen sollte. Ein wichtiger Schritt war hierbei natürlich die Schafffung von dedizierten IT-Stellen, die sich voll und ganz dieser Aufgabe widmen konnten.

Im Jahr 2022 wurde dann ein Plan geschaffen, wie die IT zukünftig ausgerichtet werden soll. Dass dies zeitlich mit den Fördermöglichkeiten des Digitalpaktes zusammenfiel, war ein glücklicher Zufall. Hierdurch konnten wir das Thema tatsächlich sehr grundlegend angehen. Nun wollten wir natürlich das Ganze auch auf eine gute Grundlage stellen. Hierbei half uns eine Arbeit des Instituts für Informationsmanagement der Universität Bremen. Dort hatte man sich bereits sehr grundlegende Gedanken zum Aufbau einer IT in Schulen gemacht. Die nachfolgende Skizze zeigt diese Idee.

Hiernach trennen sich mehrere Bereiche, die in unterschiedlichen Verantwortlichkeiten liegen. Wir haben darauf hin unsere Schulen nach diesem Modell analysiert und fanden dort Optimierungspotenzial. Eine wesentliche Erkenntnis war, dass wir zukünftig unsere IT an den Schulen nach einem einheitlichen Modell aufbauen sollten. Nur hierdurch kann gewährleistet werden, dass eine zentrale IT in der Lage sein wird, die Wartung, die Administration und den Support kostengünstig leisten zu können.

Wir haben also das obige Bild genommen und gemeinsam mit unserer Analyse ein für uns passendes Bild entworfen. Dies stellt die Vision dar, die wir mit all unseren Maßnahmen erreichen wollen. Hier die Skizze dazu.

Insbesondere haben wir die Themen konkretisiert und die abstrakten Bereiche mit für uns relevanten Daten gefüllt. Daraus ergibt sich ein recht klares Bild insbesondere der Zuständigkeiten. Der blaue Bereich beschäftigt sich stark mit Infrastruktur, mit der Bereitstellung von Diensten und mit der Integration der unterschiedlichen Systeme. Also alles klassische Aufgaben der IT. Diese Aufgaben in der IT zu verorten bedeutet vor allen Dingen eine große Entlastung für die Lehrkräfte. Diese können sich wieder ganz den pädagogischen Bereichen widmen und müssen nicht noch nebeher eine IT am Laufen halten.

Der grüne Bereich hingegen ist als Thema rein pädagogisch. Eine Lernplattform und deren Ausgestaltung greift tief in die tägliche Arbeit der Lehrkräfte mit den Lernenden ein. Auch wenn es sich letztlich um technische IT-Systeme handelt, die hierfür Lösungen anbieten, sollte die Verwantwortung und die Ausgestaltung dafür doch in den Händen liegen, die am Ende auch die Auswirkungen spüren. Dazu gehören auch Entscheidungen, ob und wie zum Beispiel mit einem Chat gearbeitet wird, welche Jahrgänge das Internet nutzen dürfen etc. Die IT stellt hierzu flexible Möglichkeiten zur Verfügung, ob und wie diese genutzt werden, obliegt aber den pädagogischen Entscheidungen.

Ein Schaubild ist zwar gut und hilfreich, für einen Plan bedarf es aber noch etwas mehr. So haben wir auch Visionen ausgearbeitet, die uns zeigen, wo wir eigentlich hinwollen. Der Level einer Vision ist natürlich sehr grob und zeigt eine Richtung auf. Hier einmal fünf Visionen, die ebenfalls in 2022 entworfen wurden.

Hier werden bereits wichtige Dinge angesprochen. Zum einen soll so viel wie möglich über zentrale Dienste abgewickelt werden. Dadurch ist natürlich die Wartung einfacher und wir können auch Kosten reduzieren. Zudem können neue Dienste über eine zentrale Bereitstellung schnell und unkompiziert ausgerollt werden. Zum anderen wollen wir die IT in der modernen Welt der permanenten Angriffe auf IT-Systeme mit möglichst großem Schutz versehen. Auch dies lässt sich zentral natürlich einfacher realsieren, als wenn in jeder Schule alle Schutzmechanismen (Perimeterschutz, leistungsstarke Firewalls, demilitarisierte Zonen etc.) erneut etabliert werden müssen. Ein wichtiges Thema ist auch die Zukunftssicherheit. Da es im schulischen Umfeld immer wieder zu Veränderungen kommt, benötigen wir Systeme, die diese Veränderungen mittragen können. Sei es die reine Skalierbarkeit von Leistung oder auch die schnelle Umsetzung neuer rechtlicher Anforderungen. All diese Dinge sollten bereits in der Planung berücksichtigt werden.

Da die Visionen noch ein wenig zu grob sind, haben wir auch konkretere Ziele benannt. Diese zeigen dann bereits Handlungsstränge auf und ermöglichen uns, Fortschritte auch sichtbar zu machen. Hier eine Liste der damals formulierten Ziele.

Soweit erst einmal an dieser Stelle. Einige der Ziele sind noch in ferner Zukunft, an einigen wird gearbeitet und manche davon sind bereits erreicht. Wie die Umsetzung zur Erreichung einiger Ziele aussieht, zeige ich in einem weiteren Artikel, der uns mitten in den derzeitigen Umbau führen wird. Dort wird es dann aber auch konkret und wir werden sehen, wie sich die Dinge zukünftig gestalten werden.

Bis dahin
Peter

Schreibe einen Kommentar